Ärzteversorgung und Apothekerversorgung

Anders als abhängig Beschäftigte und auch viele Selbständige sind Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Ärzte, Apotheker, Zahnärzte und Tierärzte sind vielmehr von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung befreit (§ 6 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 SGB VI). Die Absicherung gegen die Risiken Alter, Erwerbsminderung und Tod übernimmt die jeweilige berufsständische Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung.

In Bayern handelt es sich insoweit um die „Bayerische Ärzteversorgung“ für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte sowie um die „Bayerische Apothekerversorgung“ für Apotheker.

Die „Bayerische Ärzteversorgung“ gewährt ihren Mitgliedern bzw. deren Hinterbliebenen beispielsweise die folgenden Pflichtleistungen bzw. freiwilligen Leistungen:

  • das der gesetzlichen Altersrente vergleichbare Altersruhegeld,
  • das vorgezogene Altersruhegeld mit Abschlägen,
  • das Ruhegeld bei Berufsunfähigkeit,
  • Witwengeld/Witwergeld,
  • Waisengeld,
  • Beihilfen für Rehabilitationsmaßnahmen,
  • Ausgleichsleistungen in Härtefällen.

Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhand mit den Versorgungsleistungen der berufsständischen Versorgungseinrichtungen können sich unter vielen Gesichtspunkten ergeben. Insbesondere die Frage, ob Berufsunfähigkeit als Ruhegeldvoraussetzung vorliegt, ist oftmals streitig.