Arzthaftungsrecht

Das Rechtsgebiet des Arzthaftungsrechts beschäftigt sich mit Schadensersatzansprüchen gegen Ärzte, Zahnärzte und Krankenhausträgern wegen der Verletzung ärztlicher Pflichten, insbesondere wegen Behandlungsfehlern oder wegen Aufklärungsfehlern.

Der Arzt schuldet seinem Patienten fachgerechte Behandlung. Was genau eine fachgerechte Behandlung darstellt, ist stark vom Einzelfall abhängig. Leit- und Richtlinien, etwa der Bundesärztekammer, der Landesärztekammern oder des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen, können insoweit aber als Anhaltspunkte herangezogen werden. Ist die durchgeführte Behandlung nicht fachgerecht, unterläuft dem behandelnden Arzt beispielsweise eine Fehldiagnose oder ein Behandlungsfehler, liegt eine ärztliche Pflichtverletzung vor. Handelte der Arzt dabei schuldhaft, also fahrlässig oder sogar vorsätzlich, und kommt der Patient dadurch zu schaden, haftet der Arzt dafür. In Betracht kommen Schadensersatzansprüche jeder Art, etwa der Ersatz des Verdienstausfalls oder des entgangenen Gewinns, der Heilbehandlung- oder Pflegekosten, sowie besonders auch Schmerzensgeldansprüche.

Der Arzt muss seinen Patienten jedoch nicht nur den Regeln der ärztlichen Kunst entsprechend – lege artis – behandeln, er muss ihn auch rechtzeitig und ordnungsgemäß über die mit der Behandlung verbundenen Risiken aufklären. Auf das größte mit einem Einriff verbundene Risiko muss der Patient hingewiesen werden, ebenso auf in Betracht kommende Behandlungsalternativen. Wird ein Patient nicht hinreichend aufgeklärt und verwirklicht sich ein Behandlungsrisiko, kommen grundsätzlich Arzthaftungsansprüche – wie bei einem Behandlungsfehler – in Betracht.

Im Bereich des Arzthaftungsrechts steht Ihnen Opens external link in new windowRechtsanwalt Stephan Grün, als Ansprechpartner zur Verfügung.